Aber was machten sie?
Es gab ja noch dinge, die bis dahin nicht in privaten händen lagen, weil sie durch ihre natur immer etwas gemeinschaftliches sein mussten und deshalb auch noch waren. Doch auch die wurden so umgestaltet, dass man sie privat verwerten, das hieß in damaliger logik „gewin“ aus ihnen erzielen konnte – und sei es, dass man eben kranke in abrechnungsfälle verwandelte. Und die frühmenschen wehrten sich meist erst gegen solche fehlentwicklungen, wenn die privaten das machten, was für privaten besitz immer natürlich ist, nämlich aus ihrem besitz mehr besitz auf kosten der anderen zu machen.
Aber das mit dem netz oder der software finde ich noch blöder: das war ja eine völlig neue erfindung, wo sofort zu sehen war, dass man es nicht privat besitzen kann – weil man eben nichts als besitz anfassen konnte. Wie kann man nur erfinden, dass jemand ein recht besitzen kann über die möglichkeit etwas zu machen, was jeder machen kann?
Dummerweise waren es ausgerechnet ein paar jugendliche aufrührer, die einfach nur ihre lieblingsmusik bei sich haben wollten, ohne immer neu dafür zu bezahlen, die sich an diesem unsinn stießen. Und die alten weltverbesserer schluckten die herrschaftsidee, dass solche piraterie etwas stafbares sei – obwohl die jugendlichen an der stelle die zeit, in die die alten wollten, näher waren als die alten selbst. Nur dass die jungen eben noch kein vollständiges gesellschaftsmodell hatten.
Also drohte die fortgeschrittenste idee des jahres 2009 in die masse derer unterzugehen, die letztlich im marktunsinn einen nischenplatz bekommen sollten.
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