Und nun, ohne geld, hätte sich jeder das tollste aller autos vor die wohnung stellen können. Aber wäre das peinlich gewesen. Man hätte einen solchen nachbarn ausgelacht. Und ausgeschimpft auch, weil er sinnlos störend platz verbrauchte – und er konnte ja nicht mehr auftrumpfen mit solchem besitz. Also wurde das fahren von autos immer mehr zu einer sache eben von freaks. Die bodenpilotenkorten schossen wie pilze aus verstrahltem boden. Interessant ist das ja: du sitzt als einer von denen an deinem compi, machst, was du gerade vorhast... plötzlich öffnet sich ein fenster „bin gerade dortunddort, möchte dortunddort hin.“ du gibst ein, „mach ich!“ und chauffierst die verschiedensten leute zu absurdesten plätzen, für die einfache öffentliche lösungen kompliziert sind.
Fast schade, dass viele korten mittlerweile eingeschlafen sind, weil die servos das meiste übernommen haben. Der reiz, immer wieder neue leute kennen zu lernen, ist unübertroffen.
Lach nicht: ich hab das nach dem praktikum gemacht. Hat auch funktioniert. Irgendwann kannte ich alle leute, die mir heute nützlich sind. Die welt ist ein unbeschreibliches netzwerk. Jeder, der sich immer ganz einbringt, kann nachher damit rechnen, dass andere für ihn da sind, wenn er sie braucht.
Außerdem wird jede beschäftigung, wenn man sie allzu lange betreibt, langweilige routine. Und wenn man die mag, ist man entweder wirklich selbst langweilig oder man bekommt von seinem körper damit signalisiert, dass man alt geworden ist. Das muss es ja auch geben. Man kann ja nicht ewig raumflottenkandidat bleiben.
Du meinst, noch hätte keiner der frühmenschen die itos verstanden?
Also noch einmal: klammern wir einfach mal aus, dass man sein problem nicht über servos lösen kann. Man versucht also sein problem zu formulieren und ins netz zu stellen. Sagen wir einmal, man will in diesem jahr seine südseeinsel nicht im simo-park durchspielen, sondern einmal in echt sehen und man hat die punkte dafür gesammelt. Nun hat man fünf kinder zu betreuen, will sie mitnehmen, aber nicht immer allein die verantwortung für sie tragen. Ein ito kümmert sich um alles, was man braucht von der vorbereitung über das verlassen der wohnung bis zur rückkehr.
Übrigens sind viele junge, erlebnishungrige leute unter den itos. Jetzt, wo fast alle ihre aufgaben von servos gelöst werden können, müssen sie sich einiges einfallen lassen, um erfolgreich zu sein.und meist sammeln sie kontakte wie früher die leute angeblich postwertzeichen gesammelt haben.
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